Zum Inhalt springen

Doktrin nach Thema · DGT-Observatorium

Nachlassbestand: Entwicklung der DGT-Rechtsprechung

Wie sich die Auffassung der DGT zu diesem Thema entwickelt hat und auf welchen Auskünften sie beruht.

← DGT-Observatorium

Entwicklung der Verwaltungsauffassung der DGT

Gefestigte Doktrin Hohe Zuverlässigkeit 50 Auskünfte · 2015–2026

Geltende Auffassung

Die Mitinhaberschaft an ungeteilten oder solidarischen Konten verleiht gegenüber dem Bankinstitut Verfügungsbefugnisse, bestimmt jedoch nicht das Eigentum oder das Miteigentum am Guthaben. Die dingliche Inhaberschaft hängt von der ursprünglichen Zugehörigkeit der Mittel ab und muss zweifelsfrei nachgewiesen werden. Nach dem Tod eines Mitinhabers muss der Teil des Guthabens, der dem Erblasser gehörte, in dessen Nachlassbestand aufgenommen werden, um der Erbschafts- und Schenkungsteuer (ISD) zu unterliegen.

Die Position der DGT bleibt hinsichtlich der Unterscheidung zwischen bankrechtlichen Verfügungsbefugnissen und der dinglichen Inhaberschaft an den Mitteln konstant. Die Auskünfte aus den Jahren 2020, 2024 und 2026 bekräftigen die Notwendigkeit, die ursprüngliche Zugehörigkeit des Geldes nachzuweisen, um dessen Aufnahme in den Nachlassbestand zu bestimmen. Es sind keine Kriterienänderungen zu beobachten, sondern eine Wiederholung der Lehrmeinung über die Natur der Vermögenswerte.

Wendepunkte

  1. V1725-22

    Stellt fest, dass der über die Versicherungssumme hinausgehende Betrag bei einer Sterbegeldversicherung als Nachlass in der Phase der Erbengemeinschaft (herencia yacente) in den Nachlassbestand aufgenommen wird, was die Anwendung der Steuerermäßigung für Lebensversicherungen verhindert.

Analyse auf Grundlage von 45 der 50 Auskünfte mit erkennbarer Auffassung. Aktualisiert am 19. September 2026.

Auskünfte zu diesem Thema

24
V1744-25 24. Sept. 2025

Keine Pflicht zur Abgabe der Erbschaftsteuer vor Annahme des Erbes

SG de Impuestos Patrimoniales, Tasas y Precios Públicos
herencia yacenteaceptación tácitahecho imponiblecaudal relictodevengo LISD — Ley 29/1987 de Sucesiones y Donaciones art. 3.1.aLISD — Ley 29/1987 de Sucesiones y Donaciones art. 5.a
Betrifft UnternehmenExpat · NichtansässigPrivatperson
V0430-25 20. März 2025

Barrierefreiheitsbeihilfen für Erben unterliegen der Erbschaftsteuer

SG de Impuestos sobre la Renta de las Personas Físicas
ganancia patrimonialcaudal relictoimputación temporalderecho de créditoautoliquidación complementaria LIRPF — Ley 35/2006 del IRPF art. 14.1 c)LIRPF — Ley 35/2006 del IRPF art. 14.2 c)
Betrifft UnternehmenExpat · NichtansässigPrivatperson
V0392-24 12. März 2024

Gemeinschaftliche Kontoführung bedeutet nicht zwangsläufig Eigentum an den Guthaben

SG de Impuestos Patrimoniales, Tasas y Precios Públicos
titularidad de disposicióntitularidad dominicalcaudal relictocuenta indistintahecho imponible LISD — Ley 29/1987 de Sucesiones y Donaciones art. 1LISD — Ley 29/1987 de Sucesiones y Donaciones art. 3.1.a
Betrifft UnternehmenExpat · NichtansässigPrivatperson
V2605-22 22. Dez. 2022

Gemeinschaftskonto begründet weder Eigentum am Guthaben noch automatische Schenkung

SG de Impuestos Patrimoniales, Tasas y Precios Públicos
titularidad de disposicióntitularidad dominicalcuenta indistintacondominiodonatario LISD — Ley 29/1987 de Sucesiones y Donaciones art. 1LISD — Ley 29/1987 de Sucesiones y Donaciones art. 3.1.b
Betrifft UnternehmenExpat · NichtansässigPrivatperson
V1150-22 25. Mai 2022

Erbschaftsteuer kann durch Teilselbstveranlagung mittels Bankguthaben beglichen werden

SG de Impuestos Patrimoniales, Tasas y Precios Públicos
autoliquidación parcialresponsabilidad subsidiariaobligación realcaudal relictovalor de referencia LISD — Ley 29/1987 de Sucesiones y Donaciones art. 8.1LISD — Ley 29/1987 de Sucesiones y Donaciones art. 9
Betrifft UnternehmenExpat · NichtansässigPrivatperson

Auf Ihren Fall anwenden

E-Mail
Kontakt