Ir al contenido
Strategie Artikel

M&A 2024: Marktausblick und Bewertungen

Spanischer M&A-Markt 2024: EBITDA-Multiplikatoren auf 6-8x von 9-11x Spitze neu kalibriert, ca. 3.200 Transaktionen 2023, strategische Käufer gewinnen wieder an Aktivität und aktuelle Bewertungsbenchmarks.

3 Min. Lesezeit

Der spanische M&A-Markt verzeichnete 2023 etwa 3.200 Transaktionen — rund 15% weniger als der Rekord 2021, aber in etwa im Einklang mit dem historischen Zehnjahresdurchschnitt. Im Verlauf des Jahres 2024 hat der Markt seine Neukalibrierung von der Nullzinsära weitgehend abgeschlossen: Bewertungen haben sich angepasst, Schulden sind teurer aber verfügbar, und die Unternehmensaktivität beginnt wieder anzuziehen, angeführt von strategischen Käufern mit aufgebauter Liquidität.

Der Makroökonomische Kontext und Seine Auswirkungen auf Bewertungen

Der Zinserhöhungszyklus der Europäischen Zentralbank — der den Leitzins zwischen Juli 2022 und September 2023 von 0% auf 4,5% anhob — veränderte das Umfeld für Private Equity und Finanzkäufer grundlegend. Die Kosten für Akquisitionsschulden, die 2021 bei EURIBOR plus 400–450 Basispunkten lagen, überstiegen während eines Großteils des Jahres 2023 700–750 Basispunkte für Leveraged Buyouts. Diese Renditenkompression zwang Käufer, Eintrittsmultiplikatoren zu senken.

In 2024, da sich die EZB-Zinssenkungserwartungen schrittweise materialisieren, antizipiert der Markt eine langsame Erholung. EV/EBITDA-Multiplikatoren für undifferenzierte Unternehmen haben sich im Bereich 5,5x–7,5x stabilisiert — deutlich unter den Spitzenwerten 2021. Unternehmen mit hoher Umsatzwiederholung, Vertragssichtbarkeit und geringem Working-Capital-Risiko erzielen weiterhin 9x–12x EBITDA, insbesondere in Gesundheitstechnologie, B2B-Software und Abfallwirtschaft.

Die Aktivsten Sektoren 2024

Technologie und Software: SaaS-Unternehmen mit jährlichen Vertragskonstrukten bleiben die meistgesuchten Ziele für Wachstumsfonds und internationale strategische Käufer. Bewertungen verwenden zunehmend den ARR-Multiplikator (Annual Recurring Revenue), mit 3x–6x ARR-Multiplikatoren für Unternehmen, die über 25% jährlich wachsen.

Gesundheitswesen und Biowissenschaften: Die Konsolidierung von Zahnklinikketten, Diagnosezentren und Pflegeheimen treibt weiterhin M&A in Spanien an. 2024 wird mehr Aktivität im Mittelmarkt-Segment (EBITDA von 3–10 Millionen Euro) erwartet, wo die Fragmentierung erheblich bleibt.

Infrastruktur und erneuerbare Energien: Die Energiewende treibt die Nachfrage nach Photovoltaik-, Wind- und Batteriespeicher-Assets an. Käufer mit langem Horizont — Infrastrukturfonds und europäische Versorger — zahlen 12x–16x EBITDA-Multiplikatoren für Assets mit langfristigen PPA-Verträgen.

Unternehmensdienstleistungen: Konsolidierung von Beratungsgruppen, HR-Beratungsunternehmen, spezialisierten Anwaltskanzleien und Facility-Management-Unternehmen erzeugt einen stabilen Transaktionsfluss im Unternehmenswertebereich von 5–30 Millionen Euro.

Dominante Bewertungsmethoden Im Aktuellen Markt

DCF-Analyse (Discounted Cash Flow) hat als primäre Bewertungsmethode wieder an Bedeutung gewonnen. Mit Diskontierungsraten (WACC) für spanische Mittelmarkt-Unternehmen, die jetzt zwischen 9% und 13% liegen, können übermäßig optimistische Wachstumsprojektionen keine Premium-Bewertungen mehr stützen.

Vergleichbare Unternehmensmultiplikatoren bleiben der Referenzpunkt für die Preisverankerung in Verhandlungen, aber Käufer und ihre Berater wenden eine strengere Überprüfung bei der Peer-Auswahl an. Der Illiquiditätsabschlag für private Unternehmen hat sich im Bereich 20%–35% gegenüber notierten Vergleichswerten normalisiert.

Transaktionsstrukturierungstrends

Angesichts einer anhaltenden Bewertungslücke zwischen Käufern und Verkäufern greifen Berater zunehmend auf Risikoteilungsmechanismen zurück. Earn-outs — aufgeschobene Zahlungen, die von zukünftigen EBITDA- oder Umsatzzielen abhängen — sind zur Standardpraxis geworden und repräsentieren in vielen Transaktionen 15%–30% der Gesamttransaktionsgegenleistung.

Verkäuferdarlehen, vor 2022 in Spanien praktisch nicht vorhanden, sind jetzt eine übliche Brücke. Ebenso ist die Reinvestition des Verkäufers in die Post-Closing-Eigenkapitalstruktur (Rollover-Eigenkapital) zunehmend in Private-Equity-Transaktionen verbreitet.

Ausblick für das Zweite Halbjahr 2024

Führende Indikatoren deuten auf eine Marktreaktivierung in der zweiten Jahreshälfte hin. Spanische und internationale Private-Equity-Fonds haben ein geschätztes Dry Powder von über 8 Milliarden Euro angesammelt, das auf iberische Assets abzielt.

Die Reduzierung der Zinsunsicherheit — mit der EZB-Zinssenkung im Juni 2024 — wird die LBO-Finanzierungsbedingungen verbessern und sollte die Käufer-Verkäufer-Preislücke verengen. Unternehmens-M&A-Aktivität von großen börsennotierten Unternehmen wird ebenfalls beitragen: Mehrere IBEX-35-Unternehmen haben Portfolio-Überprüfungen mit möglichen Veräußerungen von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Sparten angekündigt.

Bei BMC beraten wir zu Unternehmensverkaufs- und -akquisitionsprozessen in ganz Spanien, mit spezialisierten Teams für Bewertung, Due Diligence und Transaktionsstrukturierung. Unsere Unternehmensberatungsdienstleistungen ansehen.

Möchten Sie mehr erfahren?

Lassen Sie uns besprechen, wie Sie diese Ideen auf Ihr Unternehmen anwenden können.

Anrufen Kontakt