Zusammenfassung
Das Jahr 2021 war eines der Erholung: Das spanische BIP wuchs um **5,1%** — eine positive Zahl, aber unzureichend, um den 10,8%-Rückgang von 2020 aufzuholen. Diese partielle Erholung wurde durch das Impftempo konditioniert — Spanien erreichte im September 80% der vollständig geimpften Bevölkerung —, die schrittweise Wiedereröffnung der internationalen Mobilität und die Ankunft der ersten Mittel des **NextGenerationEU**-Programms.
Bei BMC markierte 2021 einen Inflektionspunkt bei der Nachfrage nach strategischen Dienstleistungen. Kunden mussten nicht nur erholen, sondern sich in einem wettbewerblichen Umfeld neu positionieren, das sich strukturell verändert hatte. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Lieferkettenresilienz konsolidierten sich als strategische Agendapfeiler mittelgroßer und großer Unternehmen.
Wichtige Highlights
Der M&A-Markt erlebte eine spektakuläre Reaktivierung, mit 487 abgeschlossenen Transaktionen — ein erheblicher Anstieg gegenüber 2020 und sogar über dem Niveau von 2019. Die Kombination aus reichlicher Liquidität, historisch niedrigen Zinssätzen, sich normalisierenden Bewertungen und dem Appetit privater Eigenkapitalinvestoren schuf ein außerordentlich günstiges Umfeld für Unternehmenstransaktionen.
Sektoren der erneuerbaren Energien und Technologie zogen das Investoreninteresse auf sich, getrieben durch die Ausrichtung auf die Ziele des spanischen Plans für Erholung, Transformation und Resilienz (PRTR). Auf Solar, Offshore-Wind und Energieeffizienz spezialisierte Unternehmen erlebten beispiellose Bewertungen.
Die ausländischen Direktinvestitionen in Spanien erholten sich auf €27,4 Milliarden und spiegelten das internationale Investorenvertrauen in die spanische Wirtschaft als Prioritätsziel in Südeuropa wider. Immobilienlogistik und Rechenzentren waren bemerkenswerte Empfänger ausländischen Kapitals.
Sektoranalyse
Energiesektor: Die Energiewende erzeugte den größten Unternehmenstransaktionsfluss des Jahres. Spanien positionierte sich dank seiner natürlichen Ressourcen, seines Regulierungsrahmens und seiner Konnektivität mit dem europäischen Energiemarkt als einer der attraktivsten europäischen Märkte für die Entwicklung von Solar- und Windprojekten.
Technologiesektor: Das spanische Startup-Ökosystem reifte erheblich, mit mehreren Finanzierungsrunden über €100 Millionen und dem Entstehen der ersten nationalen Einhörner. Die Nachfrage nach Technologietalenten und sektorale Gehälter erzeugten Spannungen auf dem Arbeitsmarkt für digitale Profile.
Tourismussektor: Die Wiedereröffnung des internationalen Tourismus im Sommer 2021 brachte partielle Entlastung, obwohl die Aktivitätsniveaus unter dem Vorpandemie-Niveau blieben. Hotelketten nutzten den Zeitraum, um die Digitalisierung zu beschleunigen und ihr Vertriebsmodell zu überprüfen.
Gesundheitswesen: Krankenhäuser, Kliniken und Anbieter von Gesundheitstechnologie waren Protagonisten einiger der bemerkenswertesten Unternehmenstransaktionen des Jahres, getrieben von der Bewusstheit über die Fragilität des Gesundheitssystems und dem Bedarf an Investitionen in private Gesundheitsinfrastruktur.
Regulatorische und Umweltänderungen
Das Entwurf der Arbeitsrechtsreform — schließlich im Dezember 2021 genehmigt — war einer der Hauptfokuspunkte unternehmerischer Aufmerksamkeit während des Jahres. Tripartite Verhandlungen zwischen Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften erzeugten Unsicherheit, die einige Unternehmen nutzten, um Belegschafts- und Vertragsstrukturentscheidungen zu antizipieren.
Die Kryptowährungsregulierung begann an Relevanz auf der Unternehmensagenda zu gewinnen, mit den ersten europäischen Regulierungsvorschlägen der MiCA-Verordnung und der Pflicht zur Erklärung im Ausland gehaltener virtueller Vermögenswerte über die Informationserklärung 721 der AEAT.
Diskussionen zu ESG und Unternehmensnachhaltigkeit intensivierten sich mit der Veröffentlichung der Europäischen Grünen Taxonomie und dem Vorantreiben der Nicht-Finanz-Informationsoffenlegung als Vorläufer der obligatorischen Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Ausblick
Der Abschluss von 2021 hinterließ ein hoffnungsvolleres makroökonomisches Bild, aber mit aufkommenden Wolken: Die Inflation begann gegen Jahresende zu steigen, globale Lieferkettenprobleme dauerten länger als erwartet, und die Unsicherheit über COVID-19-Varianten erhielt einige Vorsicht aufrecht. Die effektive Ausführung von NextGenerationEU-Mitteln und der Erfolg der Arbeitsrechtsreform würden die wichtigsten Determinanten für 2022 sein.
Unser Team begleitet Kunden weiterhin bei der Identifizierung von Wachstumsmöglichkeiten durch Akquisitionen und bei der Vorbereitung ihrer M&A- und Bewertungsprozesse für das kommende Jahr.