Zusammenfassung
Das Jahr 2025 war im Beschäftigungs- und Technologiebereich rechtlich transformativ. Die **Reduzierung der maximalen Arbeitswoche auf 37,5 Stunden** war die bedeutendste strukturelle Veränderung im spanischen Arbeitsrecht seit der Reform von 1994, betraf Millionen von Arbeitnehmern und erzeugte eine intensive Anpassungsaufgabe für Personalministerien und Anwaltskanzleien. Gleichzeitig begann das **KI-Gesetz** seine ersten wirksamen Pflichten zu entfalten, was die Beziehung zwischen Unternehmen und ihren Werkzeugen der künstlichen Intelligenz transformierte. Und die **zweite Welle der CSRD** erweiterte das Universum der Nachhaltigkeitsberichtspflichten.
Bei BMC erlebte die Rechtsabteilung eines ihrer aktivsten Jahre, mit Projekten zur Anpassung an die Arbeitswoche, KI-System-Prüfungen und Beratung bei der Vorbereitung von CSRD-Berichten als Leitdienstleistungen des Jahres.
Wichtige Highlights
Die 37,5-Stunden-Arbeitswoche, genehmigt durch Änderung des Arbeitnehmerstatuts und des Grundgesetzes für öffentliche Bedienstete, trat mit einer schrittweisen Implementierung in Kraft. Die am stärksten betroffenen Sektoren waren jene, in denen die tarifliche Standardarbeitswoche 40 Stunden betrug — Fertigung, Bau, Einzelhandel — während professionelle Dienstleistungen, Technologie und Bankensektoren in vielen Fällen bereits unter dem neuen Limit lagen. Die Anpassung erforderte Tarifverhandlungen in zahlreichen Verträgen, Modifizierung von Zeiterfassungssystemen und Überprüfung von Arbeitsorganisationsmodellen.
Das KI-Gesetz begann seine wirksame Anwendung mit den Verboten von Februar 2025 und den Transparenzpflichten für KI-Systeme allgemeiner Natur ab August 2025. Bei BMC schlossen wir mehr als 90 Prüfungen von bei Kunden verwendeten KI-Systemen ab, identifizierten Systeme, die spezifischen Pflichten unterliegen, bewerteten deren Compliance und entwarfen die notwendigen Aktionspläne. HR-Systeme mit KI-Komponenten — Kandidatenbewertung, Abwesenheitsanalyse, Leistungsmanagement — waren am häufigsten als hochriskant identifiziert.
Die zweite Welle der CSRD bezog große nicht börsennotierte Unternehmen (mehr als 250 Mitarbeiter und €40 Millionen Umsatz) in das Universum der verpflichteten Einheiten ein, die über das Geschäftsjahr 2025 berichten. Diese erhebliche Ausweitung des Anwendungsbereichs brachte eine massive Nachfragewelle für Wesentlichkeitsbewertungs- und Nachhaltigkeitsbericht-Vorbereitungsdienstleistungen mit sich, wobei viele Unternehmen diese Anforderungen zum ersten Mal angingen.
Analyse nach Praxisbereichen
Arbeitsrecht nach der Arbeitswoche: Die Arbeitswochen-Reduzierung erzeugte neue rechtliche Fragen: Behandlung von Arbeitnehmern mit Teilzeitverträgen proportional zum neuen Limit, Regulierung von Ausgleichsarbeit in Schichtsektoren, Management negativer Stundensalden in Zeitkonten und Kompatibilität der neuen Arbeitswoche mit Telearbeit-Modalitäten, die mit flexibleren Zeitplänen operiert hatten. Gerichte begannen, die ersten aus der Regulierungsinterpretation entstandenen Streitigkeiten anzuhäufen.
KI- und Datenschutz-Compliance: Die Überschneidung zwischen KI-Gesetz, DSGVO und dem Organischen Datenschutzgesetz schuf ein komplexes regulatorisches Ökosystem für Unternehmen, die KI bei der Verarbeitung personenbezogener Daten einsetzen. Datenschutz-Folgenabschätzungen (DSFA) mussten aktualisiert werden, um KI-gesetz-spezifische Risiken einzubeziehen, und Datenschutzbeauftragte erweiterten ihre Funktionen in den KI-Governance-Bereich.
Insolvenz und Restrukturierungen: Der 31%ige Anstieg bei bearbeiteten Restrukturierungsplänen spiegelte die Kombination aus reifenden Pandemiefinanzschulden, den Auswirkungen höherer Zinssätze auf Finanzierungskosten und der Normalisierung der Prüfungs- und Gerichtsaktivität nach den Moratoriumsjahren wider. Das konsolidierte Insolvenzgesetz bewies seine Robustheit als Referenzrahmen für präventive Restrukturierungen.
Regulatorische Änderungen
Die CSDDD (Richtlinie über die unternehmerische Sorgfaltspflicht) begann ihre Anwendung für große europäische Unternehmen und erforderte die Identifizierung und Minderung von Menschenrechts- und Umweltrisiken in der globalen Wertschöpfungskette. Spanische Unternehmen mit Exposition gegenüber internationalen Lieferketten mussten mit der Risikokartierung und der Einrichtung kontinuierlicher Sorgfaltspflichtverfahren beginnen.
Unser Team für Arbeits- und Technologierecht positionierte sich als Referenz bei der Bewältigung der komplexesten regulatorischen Herausforderungen, denen Unternehmen derzeit gegenüberstehen, und kombinierte rechtliche Spezialisierung mit tiefem Geschäftsverständnis.
Ausblick
Der Horizont für 2026 umfasst die Konsolidierung der reduzierten Arbeitswoche in Sektoren mit dem größten Widerstand gegen Veränderungen, die volle Operabilität der KI-Gesetz-Pflichten für Hochrisikosysteme (August 2026) und die Ausweitung der CSRD auf ein breiteres Universum von Unternehmen. Corporate Compliance wird weiterhin ein Bereich wachsender Nachfrage sein, getrieben durch regulatorische Dichte und die wachsenden Erwartungen von Stakeholdern an die Unternehmensverantwortung.
Bei BMC bauen wir weiterhin das Team und die Fähigkeiten auf, um der Rechtsreferenzpartner für Unternehmen zu sein, die dieses Umfeld mit Rechtssicherheit und Wettbewerbsvorteil navigieren möchten.