CSRD-Readiness Energiegruppe: Fallstudie | BMC
CSRD-Readiness für eine Energiegruppe mit 150 Mio. EUR Umsatz: BMC begleitete den Aufbau des Nachhaltigkeitsberichts nach ESRS. Fallstudie.
Die Herausforderung
Ein Energieunternehmen mit 150 Millionen Euro Umsatz und 500 Mitarbeitern musste seinen ersten verpflichtenden Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD für das Geschäftsjahr 2025 erstellen, ohne vorherige strukturierte ESG-Berichtserfahrung.
Unser Ansatz
Die Herausforderung
Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verpflichtet mittelgroße europäische Unternehmen ab dem Geschäftsjahr 2025 zur Veröffentlichung von Nachhaltigkeitsinformationen gemäß den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Für eine Energiegruppe mit 150 Millionen Euro Umsatz und 500 Mitarbeitern in drei spanischen Regionen stellte die Einhaltung eine beispiellose Herausforderung dar: Das Unternehmen hatte noch nie einen strukturierten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, seine Umweltdaten waren über Abteilungen verteilt, und keiner der leitenden Manager hatte eine spezifische ESG-Schulung erhalten.
Das Risiko erstreckte sich über die regulatorische Exposition hinaus. Mehrere Unternehmenskunden hatten begonnen, Nachhaltigkeitsberichtsanforderungen in ihre Lieferverträge aufzunehmen, und zwei Finanzierungsinstitute hatten die Erneuerung von Kreditfazilitäten von der Vorlage nachweisbarer ESG-Daten abhängig gemacht. CSRD-bereit zu werden war sowohl eine Compliance-Verpflichtung als auch ein geschäftlicher Imperativ.
Unser Ansatz
Das Projekt begann mit einer Doppelwesentlichkeitsbewertung, dem Eckstein der CSRD-Compliance. BMC facilitierte einen strukturierten Konsultationsprozess mit 28 Stakeholdergruppen — Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, lokalen Gemeinschaften und Finanzierern — um zu identifizieren, welche Nachhaltigkeitsthemen sowohl hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf das Unternehmen (finanzielle Wesentlichkeit) als auch hinsichtlich der Auswirkungen des Unternehmens auf Gesellschaft und Umwelt (Auswirkungswesentlichkeit) wesentlich sind. Das Ergebnis war eine Doppelwesentlichkeitsmatrix mit 12 priorisierten wesentlichen Themen, darunter Energietransition, Wassermanagement, Lieferkettenpraxis und Mitarbeiter-Wohlbefinden.
Auf dieser Grundlage entwickelten wir den ESG-Datenerfassungsrahmen: 48 quantitative Indikatoren, die mit den anwendbaren ESRS-Standards (E1, E3, S1 und G1 als Prioritäten) abgestimmt sind, mit definierten Datenquellen, Erfassungshäufigkeit, Abteilungseignern und internen Verifikationsverfahren für jeden Indikator. Wir implementierten den Rahmen innerhalb eines bereits beim Unternehmen genutzten Geschäftsverwaltungstools, um Adoptionsreibung zu minimieren und keine zusätzliche Softwarekomplexität einzuführen.
Parallel dazu entwickelten und lieferten wir ein 12-stündiges Schulungsprogramm für die 15 am stärksten in den Berichtsprozess involvierten Bereichsleiter, das ESRS-Grundlagen, Berichtsverantwortlichkeiten und Datenqualitätskriterien abdeckte. Wir erstellten auch Offenlegungsvorlagen, die auf die narrativen Berichtsanforderungen jedes anwendbaren ESRS abgestimmt waren.
Ergebnisse
Sechs Monate vor der ersten obligatorischen Einreichungsfrist verfügte das Unternehmen über eine dokumentierte und extern überprüfte Doppelwesentlichkeitsbewertung, ein funktionierendes ESG-Datenerfassungssystem mit zwei Jahren historischer Daten und einen ersten Nachhaltigkeitsberichtsentwurf, der gemäß ESRS strukturiert und für die externe Prüferüberprüfung bereit war.
Der frühe Abschluss ermöglichte dem Team, Datenlücken mit ausreichend Vorlaufzeit zu identifizieren und zu schließen — ein häufiges Problem für Unternehmen, die mit der CSRD-Vorbereitung zu spät beginnen. Zwei der Finanzierungsinstitute haben seitdem ihre Absicht bestätigt, neue grüne Kreditlinien zu eröffnen, die von der Qualität des Abschlussberichts abhängen.
Dieser Fall zeigt einen breiteren Trend: CSRD-Compliance ist nicht nur eine regulatorische Pflicht, sondern ein strategisches Instrument zur Erschließung nachhaltiger Finanzierungsquellen und zur Stärkung von Lieferantenbeziehungen. Unternehmen, die die Anforderungen frühzeitig und strukturiert angehen, gewinnen einen Informationsvorsprung gegenüber Mitbewerbern, die unter Zeitdruck Lösungen improvisieren. Die Energiegruppe hat aus diesem Projekt eine dauerhafte interne Reporting-Kapazität aufgebaut — mit klaren Verantwortlichkeiten, automatisierten Datenerfassungsprozessen und einem Kalender für die jährliche Aktualisierung der Wesentlichkeitsbewertung.
Ergebnisse
Unternehmen sechs Monate vor der ersten Einreichungsfrist CSRD-bereit. Doppelwesentlichkeitsbewertung abgeschlossen, ESG-Datenerfassungsrahmen implementiert, 15 leitende Manager geschult.
Mandantenreferenz
CSRD erschien wie ein unüberwindbarer Berg. BMC hat es in einen strukturierten, erreichbaren Prozess verwandelt — und wir sind vor dem Zeitplan fertig geworden.
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