Eltern können Freibeträge für Kinder und Behinderungen geltend machen, wenn diese von ihnen abhängig sind
Die Anwendung der Freibeträge für Kinder und für Behinderungen in der Einkommensteuer (IRPF) ist ein entscheidender Aspekt zur Optimierung der Steuerlast von Familien. Vor Kurzem hat die Generaldirektion für Steuern (DGT) die notwendigen Bedingungen präzisiert, damit Eltern dieses Recht ausüben können, wenn das behinderte Kind nicht im selben Haushalt lebt.
Was die DGT entschieden hat
Die verbindliche Auskunft stellt fest, dass Eltern sowohl den Freibetrag für Kinder als auch den Freibetrag für Behinderungen anwenden können, sofern die folgenden Anforderungen strikt erfüllt werden:
- Grad der Behinderung: Der Nachkomme muss einen Grad der Behinderung von mindestens 33 % nachweisen.
- Einkommensgrenzen des Kindes: Das Kind darf kein jährliches Einkommen von mehr als 8.000 Euro (ausgenommen steuerfreie Einkünfte) haben und darf in seiner Steuererklärung kein Einkommen von mehr als 1.800 Euro ausweisen.
- Wirtschaftliche Abhängigkeit: Da kein gemeinsamer Haushalt besteht, ist es zwingend erforderlich, die wirtschaftliche Abhängigkeit des Kindes von den Eltern nachzuweisen.
In Fällen, in denen diese Bedingungen erfüllt sind, wird der Betrag der Freibeträge zu gleichen Teilen zwischen beiden Elternteilen aufgeteilt.
Was das für Sie bedeutet
Wenn Sie Vater oder Mutter eines behinderten Kindes sind, das nicht mit Ihnen zusammenlebt, von dem Sie aber wirtschaftlich abhängig sind, ermöglicht Ihnen dieses Kriterium, die Bemessungsgrundlage Ihrer IRPF-Erklärung zu reduzieren. Die Vorschriften erlauben es, dass das Fehlen eines gemeinsamen Haushalts kein Hindernis für den Zugang zu diesen Steuervorteilen darstellt, sofern die wirtschaftliche Realität zeigt, dass das Kind von den Eltern abhängig ist und seine eigenen Einkünfte innerhalb der durch das IRPF-Gesetz und die entsprechende Verordnung festgelegten gesetzlichen Grenzen liegen.
Was ratsam ist
Um die korrekte Ausübung dieses Rechts zu gewährleisten, ist es von grundlegender Bedeutung, über die Dokumentation zu verfügen, die den Grad der Behinderung des Nachkommen nachweist, sowie über die Mittel, die die tatsächliche wirtschaftliche Abhängigkeit belegen. Da die Verwaltung im Falle einer Prüfung den Nachweis dieser Tatsachen verlangt, ist es notwendig, die Finanzinformationen beider Mitglieder der Familieneinheit zu organisieren, um die zulässigen Einkommensschwellen einzuhalten.
Häufige Fragen
- Was passiert, wenn das Kind über eigenes Einkommen verfügt?
- Das Kind darf ein jährliches Einkommen von 8.000 Euro (ausgenommen steuerfreie Einkünfte) und 1.800 Euro in seiner Steuererklärung nicht überschreiten.
- Wie werden diese Freibeträge aufgeteilt, wenn es zwei Elternteile gibt?
- Der Betrag der Freibeträge wird zu gleichen Teilen zwischen beiden Eltern aufgeteilt.