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Fertigung und Industrie legal

Industriegruppe restrukturiert: von -€4M zu EBITDA+ in 14 Monaten | BMC

Restrukturierungsplan für eine spanische Industriegruppe mit vier Tochtergesellschaften: operative Erholung ohne Insolvenzverfahren in 14 Monaten. Fallstudie von BMC.

Die Herausforderung

Spanische Industriegruppe mit €45M konsolidiertem Umsatz, vier Tochtergesellschaften und 280 Mitarbeitern. Nach zwei aufeinanderfolgenden Verlustjahren (€4M kumuliert), wachsendem Liquiditätsdruck und einem kurz vor dem Bruch stehenden Bankenkennzahlversprechen benötigte die Eigentümerfamilie einen Restrukturierungsplan, der das Insolvenzverfahren vermeiden würde.

Unser Ansatz

Die Herausforderung

Eine spanische Industriegruppe, die auf die Herstellung von Komponenten für den Automobil- und Bausektor spezialisiert war, operierte über vier Tochtergesellschaften mit einem konsolidierten Umsatz von 45 Millionen Euro und einer Belegschaft von 280 Personen, die auf zwei Produktionsstandorte in Katalonien und einen in Andalusien verteilt waren.

Der Margenverfall durch gestiegene Rohstoffkosten, der Verlust zweier Rahmenverträge mit europäischen OEMs und eine Investition in eine neue Produktionslinie, die das geplante Volumen nicht erreichte, hatten die Gruppe dazu gebracht, 4 Millionen Euro Verluste über zwei Geschäftsjahre anzuhäufen. Die Nettofinanzverbindlichkeiten lagen bei 15 Millionen Euro, mit einem Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/EBITDA), der den im Bankdarlehensvertrag vereinbarten Grenzwert überschritten hatte.

Das aus drei Instituten bestehende Bankenkonsortium hatte angekündigt, die revolvierende Kreditlinie über 3 Millionen Euro, die in acht Wochen auslief, nicht zu verlängern. Ohne diese Linie wäre die Gruppe nicht in der Lage, die Lieferantenzahlungen des Folgemonats zu bestreiten. Die Eigentümerfamilie, bereits in der zweiten Generation, hatte noch nie eine Situation dieser Schwere erlebt.

Unser Ansatz

Wir strukturierten den Eingriff in drei simultane Phasen, wohl wissend, dass die Frist zur Abwendung des Liquiditätsbruchs weniger als zwei Monate betrug.

In der ersten Phase führten wir eine beschleunigte Finanz- und Betriebsdiagnose der vier Tochtergesellschaften durch. Wir identifizierten, dass eine davon, die auf schlüsselfertige Installationen spezialisiert war, seit drei Geschäftsjahren mit negativen Margen operierte und den rentablen Tochtergesellschaften über nicht formalisierte konzerninterne Darlehen Ressourcen entzog. Die anderen drei Tochtergesellschaften waren einzeln tragfähig, wenn die gemeinsamen Strukturkosten mit der defizitären Tochtergesellschaft beseitigt würden.

Die zweite Phase bestand in der Erstellung eines Fünfjahres-Sanierungsplans mit zwei Szenarien: einem konservativen, das die geordnete Liquidation der defizitären Tochtergesellschaft vorsah, und einem optimistischen, das ihren Verkauf an einen Wettbewerber einschloss, der Interesse bekundet hatte. Der Plan enthielt einen Maßnahmenplan zur Kostensenkung von 2,8 Millionen Euro jährlich, einschließlich der Konsolidierung der zwei katalanischen Werke in einem einzigen, der Neuverhandlung von Lieferverträgen und der Optimierung des Working Capital.

In der dritten Phase bereiteten wir den Plan vor und präsentierten ihn dem Bankenkonsortium. Die Verhandlung war komplex: Die drei Institute hatten unterschiedliche Positionen, und eines von ihnen hatte intern bereits den Rückstellungsprozess für den Kredit eingeleitet. Der Schlüssel lag darin, einen Plan mit konservativen, vierteljährlich überprüfbaren Annahmen vorzulegen und zusätzliche persönliche Vermögenssicherheiten der Familie für die neue Betriebsmittellinie anzubieten.

Ergebnisse

Das Bankenkonsortium genehmigte den Sanierungsplan in zehn Wochen ab Mandatsbeginn und verhinderte damit den Liquiditätsbruch mit einem Puffer von elf Tagen. Die Refinanzierung umfasste 12 Millionen Euro langfristiger Verbindlichkeiten mit einer Laufzeitverlängerung von drei Jahren und einer Tilgungsaussetzung von 18 Monaten.

Die Installationstochtergesellschaft wurde an einen katalanischen Wettbewerber für 3,5 Millionen Euro verkauft — ein Preis, der über dem von uns anfänglich geschätzten Liquidationswert lag. Die 220 Mitarbeiter der drei rentablen Tochtergesellschaften behielten ihre Arbeitsplätze, und der kollektive Entlassungsplan in der verkauften Tochtergesellschaft wurde vom Käufer zu Bedingungen verhandelt, die über dem gesetzlichen Minimum lagen.

Im Monat 14 des Plans erreichte die Gruppe erstmals seit drei Geschäftsjahren ein positives EBITDA. Zum Ende des zweiten Jahres hatte sich der Umsatz bei 38 Millionen Euro stabilisiert, mit einer EBITDA-Marge von 8 % — innerhalb des konservativen Szenarios des Sanierungsplans.

Ergebnisse

Sanierungsplan vom Bankenkonsortium in 10 Wochen genehmigt. Refinanzierung von €12M Verbindlichkeiten mit Laufzeitverlängerung und 18-monatiger Tilgungsaussetzung. Desinvestition einer nicht strategischen Tochtergesellschaft für €3,5M. EBITDA-Positivität im Monat 14 des Plans erreicht.

€12M
Refinanzierte Schulden
€3,5M
Erlös aus Desinvestition
14 Monate
Zeit bis EBITDA positiv
220
Gesicherte Arbeitsplätze

Mandantenreferenz

Als wir zu BMC kamen, glaubten wir, das Insolvenzverfahren sei die einzige Option. Ihr Team bewies uns, dass es einen gangbaren Weg gibt — und was noch wichtiger ist: Es überzeugte die Bank davon, dass unser Plan glaubwürdig war.

Vorsitzender, spanische Familienindustriegruppe

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