Besteuerung Dubai für Spanier: 2023 hat sich alles geändert
Körperschaftsteuer in UAE seit 2023 (9 %), Substanzanforderungen (ESR), Pillar Two, DBA Spanien-UAE und Anforderungen an die tatsächliche Wohnsitzverlegung nach Dubai für Spanier.
Dubai-Steuerstrategie analysieren- REAF
- ICAM
- 5 Standorte in Spanien
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Das Problem
Dubai war jahrelang das Ziel für Unternehmer, die 0 % Körperschaftsteuer und keine Einkommensteuer suchten. Seit dem 1. Juni 2023 ist das Bild grundlegend verändert: Die UAE haben eine Körperschaftsteuer von 9 % eingeführt. Free Zones wie DMCC und DIFC bieten weiterhin 0 % für qualifizierte Tätigkeiten, aber die Substanzanforderungen (Economic Substance Regulations) sind real und die OECD-Regeln des Pillar Two gelten für globale Konzerne. Wer heute nach Dubai plant auf der Basis von Informationen aus 2022 oder früher, baut auf einer veralteten Grundlage.
Unsere Lösung
BMC analysiert für Unternehmer mit Bezug zu Spanien die steuerliche Situation sowohl auf der UAE-Seite als auch auf der spanischen Seite: Körperschaftsteuer, Personal Income Tax (keine), Free-Zone-Qualifikation, DBA Spanien-UAE, spanische Wegzugsteuer und AEAT-Risikoprofil bei verbleibendem spanischen Scheinwohnsitz. Wir koordinieren mit auf UAE-Recht spezialisierten Kanzleien.
Wie wir vorgehen
UAE-seitige Steueranalyse
Wir analysieren: Gilt die Corporate Tax (9 %)? Qualifiziert die Tätigkeit für Free-Zone-Befreiung (0 %)? Erfüllt das Unternehmen die ESR-Substanzanforderungen? Gilt Pillar Two? Die UAE-seitige Analyse erfolgt in Koordination mit unseren UAE-Partnerkanzleien.
Spanien-seitige Konsequenzen
Wir analysieren: Wegzugsteuer (Art. 95.bis LIRPF) bei Wohnsitzverlegung nach UAE, Anwendbarkeit des DBA Spanien-UAE (2007, geändert 2018), CFC-Regeln (Hinzurechnungsbesteuerung, Art. 100 LIS) wenn spanische Konzernmutter weiter besteht, AEAT-Anfechtungsrisiko.
Vergleich mit Alternativen
Viele Mandanten unterschätzen die Gesamtkosten: Substanzaufbau in UAE (Büro, Personal, operative Präsenz), hohe Lebenshaltungskosten in Dubai und Wegzugsteuer in Spanien. Wir stellen dem Mandat immer den Alternativenvergleich bereit.
Ich plante, mein E-Commerce-Business nach Dubai zu verlegen und dachte, das wäre steuerfrei. BMC erklärte mir, dass die UAE seit 2023 9 % Corporate Tax haben, meine Tätigkeit nicht für Free-Zone-Befreiung qualifiziert und meine spanischen Einnahmen unter die CFC-Regeln fallen könnten. Wir strukturierten stattdessen eine Holding in Spanien. Weniger exotisch, aber effektiv.
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Dubai war jahrelang synonym mit 0 % Körperschaftsteuer. Seit dem 1. Juni 2023 gilt in den UAE eine Körperschaftsteuer von 9 % — ein struktureller Wandel, der die Dubai-Kalkulation für viele Unternehmer grundlegend verändert. BMC analysiert die neue Realität aus spanischer und UAE-Perspektive.
Die neue UAE-Körperschaftsteuer: Was gilt und was nicht
Ab 1. Juni 2023: UAE Corporate Tax (CT) zu 9 % auf Gewinne über AED 375.000 (ca. €102.000). Keine CT auf Gewinne bis zu dieser Schwelle. Keine persönliche Einkommensteuer — dieser Aspekt ist unverändert.
Free Zones: Qualifying Free Zone Persons (QFZP) können weiterhin 0 % auf qualifizierte Einkünfte zahlen — aber unter strengen Bedingungen: echte Substanz in der Free Zone (Büro, qualifiziertes Personal), qualifizierte Tätigkeiten (keine rein passiven Einkünfte) und keine wesentlichen Transaktionen mit dem UAE-Binnenmarkt. Free Zones: DMCC, DIFC, JAFZA, ADGM, RAK ICC, u.a.
Substanzanforderungen ESR: Auch unabhängig von der CT müssen Unternehmen mit “relevanten Tätigkeiten” nachweisen, dass sie von UAE aus geleitet und kontrolliert werden und ausreichend Mitarbeiter und Betriebsausgaben in UAE haben.
Dubai und Pillar Two: Für globale Konzerne relevant
Für Unternehmensgruppen mit globalem Umsatz über €750M gilt Pillar Two (OECD globale Mindeststeuer 15 %). Spanien hat diese ab 2024 umgesetzt. Wenn eine UAE-Gesellschaft einen effektiven Steuersatz unter 15 % zahlt, kann die spanische Konzernmutter eine Ergänzungssteuer erheben. Die UAE-CT von 9 % reicht nicht aus, um Pillar Two zu erfüllen — es können weitere Substanzfreistellungen (Substance-based Income Exclusion) in Betracht kommen.
Wohnsitzverlegung nach Dubai: Spanien-seitige Analyse
Für Spanier, die tatsächlich ihren Wohnsitz nach Dubai verlegen:
Wegzugsteuer (Art. 95.bis LIRPF): Wie bei Andorra und Portugal greifen, wenn Beteiligungswert > €4.000.000 oder Beteiligung > 25 % mit Wert > €1.000.000. Keine EU/EWR-Stundungsmöglichkeit — Zahlung im Verlegungsjahr.
DBA Spanien-UAE (in Kraft seit 2007, geändert 2018): Sieht 0 % UAE-Quellensteuer auf Dividenden vor (UAE erhebt keine). Spanien 5 % oder 15 % auf Dividenden je nach Beteiligungsquote. UAE gilt nicht als Steuerparadies seit Inkrafttreten des DBA.
AEAT-Anfechtungsrisiko: Identische Kriterien wie bei Andorra. Wenn die wirtschaftlichen und persönlichen Bindungen an Spanien stark bleiben, kann die AEAT die Dubai-Residenz als fiktiv anfechten.
Reale Gesamtkostenrechnung
Viele Mandanten unterschätzen die Gesamtkosten einer Dubai-Strukturierung: Free-Zone-Lizenz (€1.500–€8.000/Jahr), physisches Büro (ab €15.000/Jahr bei ESR-Anforderung), Visum und Aufenthaltskosten, Buchhaltung/Compliance in UAE, hohe Lebenshaltungskosten (Miete, internationale Schule, Krankenversicherung) und auf Ausgangsseite die spanische Wegzugsteuer.
Der Nettovorteil nach Berücksichtigung aller Kosten ist häufig kleiner als erwartet — und in manchen Fällen überwiegen Holdingstrukturen in Spanien oder Malta die Dubai-Option bei niedrigerem Risikoprofil.
Was als Nächstes kommt
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Optimieren Sie Ihre Steuerlast mit einer vollständigen Steuerstrategie: Einkommensteuer, Körperschaftsteuer, internationale Besteuerung und Sonderzonen.
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Unternehmensberatung
Von der Gründung bis zum Verkauf: Wir begleiten Unternehmer in jeder Phase des Unternehmenslebenszyklus.
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Handelsrecht, Arbeitsrecht, Compliance und Datenschutz: ein multidisziplinäres Rechtsteam für alle Ihre Unternehmensbedürfnisse.
Häufig gestellte Fragen
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